Was ist Fasten?

Fasten für Gesunde ist die natürliche Form der Gesunderhaltung.

Fasten ist eines der ältesten Naturheilverfahren mit einer sehr langen Tradition und zur Stärkung der seelisch-geistigen Kräfte spielt es in allen Weltreligionen eine Rolle. In der westlichen Welt ist das Fasten immer mehr in Vergessenheit geraten. Um die Jahrhundertwende lebte der freiwillige Nahrungsverzicht wieder auf und wurde zum therapeutischen Heilfasten für Kranke an speziellen Kliniken weiterentwickelt.

Durch einige Fastenärzte, wie z.B. Dr. med. Hellmut Lützner aus Überlingen, wurde das Fasten auch für Gesunde zugänglich gemacht. Heute fasten Gesunde im Urlaub, im Alltag oder auch im Rahmen von Wandertouren.

Fasten heißt:

  • freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Genussmittel 
  • für begrenzte Zeit (1-2 Wochen für Gesunde, bis zu 4 Wochen Heilfasten) 
  • reichliche Flüssigkeitszufuhr 
  • regelmäßige Darmentleerung 
  • ausreichend Bewegung im Wechsel mit Ruhe 
  • sorgfältiger Neuaufbau der Ernährung

Fasten heißt nicht Hungern. Wer hungert, fastet nicht richtig.

Fasten ist die Fähigkeit, Nährstoffe aus körpereigenen Reserven zu decken. Schon immer gab es jahreszeitlich bedingte Nahrungsknappheit. Für den Menschen war es kein Problem, eine Zeitlang ohne Essen auszukommen und die Fähigkeit der Depotbildung und die Mobilisierung daraus schufen in der Entwicklungsgeschichte des Menschen die Bedingung fürs Überleben.

Sie werden erstaunt sein, wie ausdauernd Ihr Körper auch ohne Nahrung von außen ist. Sie werden erleben, welche immensen Energiereserven in Ihnen stecken und Sie entwickeln ein neues Körperbewusstsein und ein gesteigertes Selbstwertgefühl. Fasten ist ein starker Impuls für alle, die alte Laster und Gewohnheiten ablegen wollen und vor Entscheidungen und Neuanfängen stehen. Sie kommen innerlich zur Ruhe und oft wächst die Bereitschaft, eingefahrene Gewohnheiten zu überdenken. Fasten stellt eine ideale Gelegenheit dar, aus dem gewohnten Alltag auszusteigen und sich ganz auf sich selbst zu besinnen.

Regelmäßige Bewegung unterstützt dabei die Ausscheidungsvorgänge und regt den Kreislauf an. Während des Fastens hat der Körper ein besonderes Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug. Entspannungsübungen helfen Ihnen hier, in sich hineinzuhören und auf die Bedürfnisse Ihres Körpers zu achten. Loslassen unterstützt den Fastenprozess und Fasten unterstützt das Loslassen. Dadurch lassen sich die positiven Wirkungen des Fastens noch verstärken. Viele Fastende gewinnen so neue Erkenntnisse und Impulse für ihr Leben.

Fasten für Gesunde ist auszuschließen bei:

  • Suchtkrankheiten wie Alkohol- und Drogenabhängigkeit 
  • krankhaften Ess-Störungen 
  • Schwangerschaft und Stillzeit 
  • medikamentenpflichtigen Bluthochdruck 
  • medikamentenpflichtigen Diabetes 
  • Depression mit Medikamenteneinnahme 
  • ständiger Medikamenteneinnahme mit Ausnahme sanft wirkender Pflanzenheilmittel
  • stark Übergewichtigen


Im Zweifelsfall fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker. Die meisten der genannten Ausschlussgründe können aber sehr gut durch klinisches Heilfasten in Kombination mit weiteren naturheilkundlichen Maßnahmen behandelt werden. Ich kann Ihnen gerne mit  Klinikadressen weiterhelfen.

Fasten für Gesunde heißt Fasten in eigener Verantwortung,
Heilfasten bedeutet dagegen Fasten in ärztlicher Verantwortung.

Lassen Sie sich inspirieren, lassen Sie sich führen. Sie werden erstaunt sein, wie Fasten zu neuen Lebenswegen motivieren, neues Selbstvertrauen schaffen und körperliches Wohlbefinden steigern kann.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Buch „Wie neugeboren durch Fasten“ von Dr. med. Hellmut Lützner.